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Akademischer Arbeiterliederchor

Aktuell: Proben immer montags um 19 Uhr im Juridicum Raum 404 am Uni Campus Bockenheim




Wir laden Interessierte zum Kennenlernen, Reinschauen und Mitsingen ein - mit Liedern von Brecht und Eisler und der Arbeit in einem Lai*innenchor.

Sowie unser Podcast: Eine “Blutwoche” im Mai, die letzten Tage der Commune und die Frage: Sklave, wer wird dich befreien?


Mai 1871. Aus der Provinz gibt es nur eine Nachricht: die Konterrevolution schreitet voran. Die Kommune von Marseille ist bereits am 5. April massakriert worden. Doch die Pariser Commune arbeitet noch an der Neuen Welt und hat keine Zeit zu verlieren, richtet Lesesäle in den Krankenhäusern ein, gründet weltliche Schulen und Berufsschulen, und stürzt – am 16. Mai – die Vendôme-Säule, das Sinnbild des Chauvinismus und der Völkerverhetzung. Ihre Rufe an Verbündete im Land finden kein Gehör. Nachdem die Versailler am 1. Mai vergeblich versucht haben, die Station Clamart zu erstürmen, gelingt es ihnen am 21. Mai heimlich durch die Porte Saint Cloud nach Paris einzudringen. Nun beginnt die berüchtigte “Blutwoche”, die unerbittliche Niederschlagung der Commune durch die Truppen des Anführers der Reaktion, Thiers. Am Ende der Woche werden die Leichen zu Zehntausenden aus Paris transportiert - fast ausnahmslos Kommunard*innen. Bis zuletzt kämpfen sie, 72 Stunden lang, um den Friedhof Père Lachaise. Dann geht die Munition zur Neige.

150 Jahre Pariser Commune


„Am Abend des 17. März 1871 wurden Regierungsaufrufe an den Mauern von Paris plakatiert, damit man sie früh am nächsten Morgen lesen würde, doch am Morgen des 18. kümmerte sich niemand mehr um diese Erklärungen.“ (Louise Michel, Die Pariser Commune)

Von den wundersamen Ereignissen des 18. März 1871, den 72 Tagen eines friedlichen Lebens in der Commune und von ihrem Symbol, der Roten Fahne, erzählen wir in unserem Hörbeitrag zur Feier von 150 Jahren Pariser Commune. Mit Berichten von Zeitzeug*innen, philosophischen Einordnungen und Liedern zum, wie Engels ihn nannte, „ersten allgemeinen Festtag des gesamten Proletariats“.

Der Chor


"Wer noch lebt, sage nicht niemals!"
- Bertolt Brecht, Lob der Dialektik

CHORARBEIT

Der Akademische Arbeiterliederchor ist ein Lai*innenchor an der Universität Frankfurt am Main. Sein Ziel ist die Vermittlung von musikalischer und politischer Bildung im Sinne von Hanns Eisler und Bertolt Brecht. Er steht allen offen, die im Sinne Eislers und Brechts singen wollen.

Seit Februar 2017 probt der Chor jeden Montag um 19 Uhr im Juridicum Raum 404 (Senkenberganlage).

HINTERGRUND

Musikalische Bildung und Ausdrucksfähigkeit begreifen wir als zivilisatorische Kräfte des Fortschritts. Vielleicht ist es kein Zufall, dass diese Fähigkeiten gerade rückläufig sind. Viele können nicht Noten lesen und haben nie in einem Chor gesungen. Die ästhetische Kraft des Fortschritts allen zugänglich zu machen, ist eine der Aufgaben unseres Chors.

Dafür arbeiten wir mit Eisler und Brecht an einem künstlerischen Material, das für Arbeiterchöre - für Lai*innen - geschrieben wurde und gleichzeitig zu den kompositorisch fortschrittlichsten Werken überhaupt gehört. Wir laden alle ein, sich als Genoss*innen dieser Aufgabe zu verstehen und uns zu unterstützen. Als Stimme und Instrument im Chor oder als Mitglied in unserem Förderverein.

Proben


Jeden Montag um 19 Uhr

im Juridicum in Raum 404 (Uni Campus Bockenheim) und in den Semesterferien im Studierendenhaus der Uni Frankfurt am Campus Bockenheim, Einstieg jederzeit möglich!

Konzerte


24.09.2022 ab 19 Uhr im Literaturhaus Frankfurt

bei der Hans Litten-Preisverleihung der VDJ

Am 10.07.2022 bei Kunst im Treppenhaus

ab 16 Uhr in der Leibnizstraße 36

Kontakt



Förderverein des Akademischen Arbeiterliederchores gemeinnütziger e.V.
Justinusplatz 4
65929 Frankfurt am Main
Deutschland


admin [at] akademischerarbeiterliederchor [dot] de